Wie ein Stück Kuchen deine Motivation killt.

Du kennst das sicher. Das Stück Kuchen liegt mal wieder ohne Besitzer im Kühlschrank herum und will förmlich gegessen werden, oder die Chips-Packung zwinkert dich beim Vorbeilaufen an. Wahrscheinlich fallen dir viele weitere Beispiele ein, dabei geht es eigentlich immer um das Gleiche: Glückshormone. Bitte lies weiter, bevor du denkst ich will dir ein gutes Stück Kuchen vorenthalten...


Wenn wir einen Geburtstag feiern, dann gibt es zur Feier einen Kuchen! Oder wenn du ein großes Ziel erreicht hast oder es einen sonstigen Grund gibt, zum feiern. Soweit, so gut. Nur ist das Problem, dass wir uns viel zu viel belohnen. Und damit es besser greifbar wird: Es geht nicht (nur) um Kuchen, sondern um die Belohnungen die du dir selbst gewährst.


Wir sind umzingelt von Möglichkeiten, uns zu belohnen. Jedes YouTube-Video, jedes abgeschlossenes Level in einem Videospiel oder jedes Lied, dass zu Ende gehört wird, fühlt sich für uns wie ein kleiner Gewinn an. Meistens wird das aber nur von unserem Unterbewusstsein so erfasst. All diese "Kleinigkeiten" fühlen sich für unser Gehirn also gut an. Wie ein Stück Kuchen fühlen wir uns belohnt, nachdem wir eigentlich wenig (oder gar keinen!) Aufwand in etwas investiert haben. Das klingt alles schön und gut, bis die Gleichgültigkeit eintrifft. Hier also, wie immer, ein kleines Beispiel als Kurzgeschichte:


An jedem Tag der produktiv war, aß ich am Abend ein Glacé zur Belohnung. "Why not, heute habe ich wirklich Fortschritte gemacht!", dachte ich mir. Am zweiten Abend dann wieder und auch am Dritten. Dann kam mir mal ein unproduktiver Tag über den Weg. Und, wie du es bereits vermutest, aß ich erneut ein Glacé. An sich nichts tragisches, vielleicht nicht sehr gesund, aber nichts tragisches. Das blöde von mir war nur, dass sich das wiederholte. Auch wenn der Tag unproduktiv oder sogar schlecht war, hatte ich am Schluss wieder ein Eis in der Hand. Plötzlich war es nicht mehr "Heute war produktiv" sondern "heute war ein schlechter Tag, DARUM..." oder "Heute war nicht viel los, IMMERHIN kann ich jetzt mein Glacé essen..." usw... die Gründe wurden immer kreativer. Irgendwann war es eine Selbstverständlichkeit und es verlor an Wert.


Jetzt folge mir zurück in das, was täglich passiert: Wir lassen uns von den Sozialen Medien abfüllen mit Reizen, in Videospielen oder Filmen und Serien folgt der nächste "Kick", bis wir bis zum Rand voll sind mit positiven Eindrücken.


Unser Gehirn hat sich nun an Belohnungen gewöhnt, aber ohne vorher einen Aufwand betreiben zu müssen.


Jetzt kommst du an den Punkt, wo es etwas zu erledigen gibt. Es ist egal ob du den Müll nach draußen bringen musst oder du an deiner großen Vision arbeiten willst, denn schlussendlich ist die Herausforderung immer die Gleiche: "Wieso sollte ich das machen, wenn ich mich auch einfach so belohnen kann?..." und wenn du das nicht selbst denkst, dann mit Sicherheit dein Unterbewusstsein. Innerhalb von nicht einmal einer Sekunde weiß dein Gehirn bereits, wo du auch belohnt wirst OHNE zuerst 3 Stunden zu lernen oder OHNE arbeiten zu müssen. Denn es hat sich bereits an die schnelle, kurzfristige und schlechte Lösung der Belohnung gewöhnt. Dein inneres Ich muss dich also nur dazu bringen zum Schrank mit den Lebensmitteln zu gehen, oder Instagram zu öffnen, oder ein YouTube Video starten...und schon geht der Kreislauf von vorne los....

So geht die Motivation unter, die du für die kleinen Dinge brauchst. Und auch wenn du ein High-Achiever (Überflieger, sehr erfolgreich) bist, wirst du in den Kleinigkeiten nicht mehr vorankommen. Und wenn die kleinen Dinge nicht mehr richtig laufen, ist es nur eine Frage der Zeit bis auch das große Gesamte zusammenbrechen kann. Aber keine Panik, es ist menschlich und es gibt für alles eine Lösung.


weiter geht's im nächsten Blog :-)


Danke fürs Lesen!

LG Riccardo


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