"Ich arbeite nur gut unter Zeitdruck"...

Dieses Thema wird jeden ansprechen, der schon mal etwas vor sich hin geschoben hat. Also eigentlich trifft es jeden. Egal ob Student, Lehrling oder jemanden aus dem Top-Management.


Falls du meinen vorherigen Blog verpasst hast, hier noch ein Abschnitt, an den ich anknüpfen werde:


"Jetzt kommst du an den Punkt, wo es etwas zu erledigen gibt. Es ist egal ob du den Müll nach draußen bringen musst oder du an deiner großen Vision arbeiten willst, denn schlussendlich ist die Herausforderung immer die Gleiche: "Wieso sollte ich das machen, wenn ich mich auch einfach so belohnen kann?..." und wenn du das nicht selbst denkst, dann mit Sicherheit dein Unterbewusstsein. Innerhalb von nicht einmal einer Sekunde weiß dein Gehirn bereits, wo du auch belohnt wirst OHNE zuerst 3 Stunden zu lernen oder OHNE arbeiten zu müssen. Denn es hat sich bereits an die schnelle, kurzfristige und schlechte Lösung der Belohnung gewöhnt. Dein inneres Ich muss dich also nur dazu bringen zum Schrank mit den Lebensmitteln zu gehen, oder Instagram zu öffnen, oder ein YouTube Video starten...und schon geht der Kreislauf von vorne los...."


Nun bist du also in diesem Kreislauf drin. Tag ein und Tag aus. Es klappt, schließlich erledigst du das Wichtigste immer einigermaßen On-Time. Leider lebst du minimalistisch, obwohl du mehr könntest, aber das ist ja nicht schlimm, denn es geht ja trotzdem vorwärts (denkst du).

Bis es dann um Dinge geht, die nicht von heute auf morgen erledigt werden können: Lernen für große Prüfungen, Vorbereitungen für einen Vortrag, eine Abschluss-Arbeit wie eine Matura-Arbeit, einen Bachelor oder Master. All dies sind Aufgaben, die du unmöglich in einer Nacht (erfolgreich) erledigen kannst. Schon schweißige Hände bekommen? Wenn dir jetzt tausend Dinge einfallen, die du noch machen musst, lies auf jeden Fall weiter!


Das Problem

Zurück zu deiner Situation: Du lebst in den Tag und machst nur das Nötigste und jetzt wird eine RIESIGE Arbeit angesagt. Du gehst nach Hause, schreibst dir einen Zeitplan auf und verteilst deine To-Dos auf die drei Monate Zeit. Super!...Uuuuuund jetzt wieder zurück auf das Sofa, schließlich geht es gemäß dem Plan erst morgen los.


Zeitsprung: Nach drei Wochen fragst du dich, wieso dieses verdammte Blatt immer noch leer ist. Aber keine Panik, die Arbeit wird einfach auf die übrig gebliebene Zeit verteilt: "...das klappt schon, pro Tag eine Stunde Arbeit geht noch klar."


Wieder vergeht eine Woche, dann wieder eine und noch eine, bis du nur noch einen Monat (oder sogar noch weniger) Zeit hast. Und dann passiert etwas unglaubliches.


Du schaust auf deinen Zeitplan und merkst, dass 6 Stunden Arbeit pro Tag nur für das Projekt nicht mehr reinpassen --> Also müssen ab jetzt einige Week-Ends dran glauben. Der Zeitdruck setzt ein, als hätte er dir ins Gesicht geschlagen. Plötzlich wird der Vorrat an Red-Bull und Nespresso-Kapseln (Hardcore, Intensität 10/10) bis an den Rand gefüllt. Die Nächte werden kürzer und der Stress-Pegel steigt. Endlich füllt sich das Blatt. Das Abgabe-Datum kommt näher und die Arbeit wird langsam aber sicher vollendet. Zwei Tage vor dem Abgabe-Termin ist es dann soweit: Deine letzte Version des Dokuments liegt abgespeichert auf deinem Laptop. Ein Gefühl von Zufriedenheit und Entspannung macht sich breit, die Arbeit wird eingereicht und es kehrt wieder Frieden ein. Wenn alles gut geht...


Die Lösung

Wie kann man einen solchen Verlauf also verhindern? Denn nicht immer geht alles so glimpflich aus, wie in diesem Beispiel. Wenn uns eine große Arbeit bevorsteht, sehen wir diesen monströsen, unbezwingbaren Berg an To-Dos vor uns. Auch wenn ein Zeitplan steht, fällt es uns trotzdem schwer dieses "Monster" zu bezwingen, weil der Kampf zu anstrengend wirkt. Hierfür gibt es also eine Lösung, die auch zu mehr Produktivität führt.


Wenn du große Projekte hast, gehe wie folgt vor:

1. Bestimme und definiere dein Ziel.

2. Unterteile deine Arbeit in kleinere Arbeiten

3. Plane diese kleinere Arbeiten in der richtigen Reihenfolge ein.

Zuletzt noch den Schritt, der vielen Coachees bereits geholfen hat:

4. Schreibe GENAU auf, wie du anfängst.


Und damit ist wirklich gemeint: Notiere nicht "5 Seiten schreiben" sondern: "Word Dok. öffnen" "Word Dok. speichern und benennen" "Titel schreiben" und so weiter.


Das wird zwar in der Vorbereitung etwas mehr Zeit kosten, aber du wirst leichter zum Arbeiten kommen. Denn die konkreten Schritte sind nun klar und ein Word-Dokument zu öffnen ist ja easy, genauso wie das abspeichern und den Titel schreiben...Mit dieser Denkweise kannst du dann To-Do für To-Do von der Liste streichen und so einen lockeren Fortschritt machen.


Und um den vorherigen Blog noch abzurunden:

Wenn du also dann gezielt nach "kleinen Schritten" arbeitest, dann freut sich dein Gehirn. Denn es sieht viele kleine Erfolge, die dich dann motivieren werden. So wird das Arbeiten mit immer mehr Zufriedenheit verbunden, denn du kannst jedes Mal viele kleine Fortschritte abhäkeln. :-)


Zum Schluss

Ich beende nur ungern einen Blog mit etwas nachdenklichem aber:

Genau der beschriebene Zeitdruck fehlt uns in Situationen, wo wir ihn soooo dringend bräuchten. Mehr dazu im nächsten Blog...


Danke fürs Lesen!

LG Riccardo von VonaMotivation



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